Was geschieht mit den Metallen aus der Schlacke?
Müllverbrennungsschlacke ist eine wertvolle Quelle für Sekundärrohstoffe – unter der Voraussetzung, dass sie optimal aufbereitet und im Anschluss sinnvoll genutzt wird. Aus diesem Grund investiert die MAV-Gruppe jedes Jahr in die Weiterentwicklung von Technologien, die werthaltige Bestandteile wie z. B. Eisenmetalle und Nichteisenmetalle noch besser zurückgewinnen und den mineralischen Rest so aufbereiten, dass er als Baustoff eingesetzt werden kann. Die Metalle werden recycelt und dem Materialkreislauf im Sinne der Kreislaufwirtschaft zugeführt.
Großer industrieller Bedarf an Recyclingmetallen
Laut dem Bericht zur Rohstoffsituation der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wurden im Jahr 2024 in Deutschland folgende sekundäre Rohstoffe für die Metallproduktion eingesetzt:
- Die Produktion von Aluminiumraffinade aus Recyclingrohstoffen lag bei 0,49 Mio. Tonnen.
- 41 % der deutschen Kupferraffinade (d.h. 0,244 Mio. Tonnen) wird mit mit Sekundärmaterial hergestellt.
- Die Rohstahlproduktion bestand zu 45 % aus Sekundärmaterial; es wurden 17 Mio. Tonnen Schrott eingesetzt.
Aufgrund der Verknappung und der damit einhergehenden Verteuerung metallischer Rohstoffe, gewinnt die Metallrückgewinnung aus Rostasche wachsende gesamtwirtschaftliche Bedeutung.
Pro Jahr bereitet die MAV rund 1,5 Mio. Tonnen mineralischer Abfälle auf. Insbesondere aus der Hausmüllverbrennungsasche sowie aus Bauschutt werden dabei relevante Mengen Metall zurückgewonnen – insgesamt rund 75.000 Tonnen.
Eisen, Aluminium und Kupfer
Die nach der Verbrennung von Siedlungsabfall verbleibende Rostasche/Schlacke enthält – abhängig von der ursprünglichen Zusammensetzung des Restmülls – insgesamt zwischen 7 und 10 Masseprozent Metalle. Dabei wird zwischen Eisen- und Nichteisenmetallen unterschieden. Zu den wichtigsten Nichteisenmetallen, die MAV zurückgewinnt, gehören Kupfer und Aluminium. Mittels unserer Aufbereitungstechnologien können wir Metallteile ab einer Größe von 2 mm zurückgewinnen. Dabei handelt es sich um annähernd sortenreine Metalle, die von der metallverarbeitenden Industrie direkt genutzt werden können.
„Seit dem Jahr 2017 arbeitet die MAV mit der MERIT Technologie und hat für deren Einsatz in den eigenen Werken allein im Jahr 2019 Investitionen in Höhe von über 3,5 Millionen Euro realisiert.“
Christian Arden, Geschäftsführer der MAV Krefeld GmbH
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